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Die deutsche Afrikapolitik: Erneuerung einer ungleichen Zusammenarbeit?

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Die deutsche Afrikapolitik zeichnet sich in den vergangenen Jahren durch internationale Initiativkraft und den Anspruch einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“ aus. Dabei deutet der Blick auf Machtkonstellationen in den Kooperationen darauf hin, dass entgegen des eigenen Anspruchs Ungleichheiten reproduziert statt aufgebrochen werden.

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Präsident Kagame trifft Kanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Konferenz G20 Compact with Africa | Berlin, 30. Oktober 2018
Präsident Kagame trifft Kanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Konferenz G20 Compact with Africa | Berlin, 30. Oktober 2018
© Paul Kagame/Shutterstock.com
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Ein historischer Blick auf deutsch-afrikanische Beziehungen zeigt, dass das koloniale Erbe die Zusammenarbeit bis heute stark prägt. Die Erörterung gegenwärtiger Konfigurationen und Akteur*innen der deutschen Afrikapolitik ergibt ein mäßig koordiniertes Mosaik von Vorhaben, das sich auch nach geopolitischen Interessen richtet. Als zentrale innenpolitische Legitimation für deutsche Vorhaben offenbart sich der Imperativ der Migrationsminderung, der menschenrechtlich problematisch ist. Richtungsweisend ist zudem eine Außenwirtschaftsförderung unter marktliberalen Gesichtspunkten, die auf lokaler Ebene polit-ökonomische Risiken mit sich bringt. Die zukunftsträchtige klimapolitische Zusammenarbeit ist gegenwärtig durch deutsche Transformationsvisionen dominiert, während in kulturpolitischen Vorhaben Ansätze selbstkritischer Partnerschaftlichkeit sichtbar werden. Der Beitrag schließt mit praktischen Perspektiven emanzipatorischer deutsch-afrikanischer Kooperationen.

 

Aram Ziai, unterrichtet an der Universität Kassel in den Studiengängen Politikwissenschaft und Global Political Economy and Development. Davor forschte und lehrte er an den Universitäten von Amsterdam, Wien, Accra, Teheran, Bonn und Hamburg. Von 2009-2021 war er Sprecher der Sektion Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft.

Adrian Schlegel hat Politik- und Verwaltungswissenschaft studiert und ist gegenwärtig Teil des sozialwissenschaftlichen Global Studies Programme der Jawaharlal Nehru University, der University of Pretoria und der Humboldt Universität zu Berlin. Er beschäftigt sich mit Fragen der Dekolonisierung und globaler Solidarität.

 

Diese Publikation ist auch auf Französisch verfügbar: "La politique africaine de l’Allemagne : vers la reconduction d’un modèle de coopération asymétrique ?" (pdf).

 

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ISBN / ISSN

979-10-373-0406-3

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Die deutsche Afrikapolitik: Erneuerung einer ungleichen Zusammenarbeit?

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Präsident Kagame trifft Kanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Konferenz G20 Compact with Africa | Berlin, 30. Oktober 2018
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